{"id":988,"date":"2018-09-28T01:14:06","date_gmt":"2018-09-27T23:14:06","guid":{"rendered":"https:\/\/timebuzzer.com\/?p=988"},"modified":"2018-09-28T01:16:11","modified_gmt":"2018-09-27T23:16:11","slug":"rechnung-schreiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/timebuzzer.com\/de\/blog\/rechnung-schreiben\/","title":{"rendered":"Rechnung schreiben"},"content":{"rendered":"<p>Als Unternehmen oder Selbstst\u00e4ndiger ist es eine Pflicht nach erbrachter Leistung oder Verkauf des Produkts eine Rechnung zu erstellen.<\/p>\n<p>Die \u00dcbermittlung der Rechnung kann in Papierform oder auf elektronischem Wege erfolgen.<\/p>\n<p>Die elektronische Rechnung kannst du wie folgt weiterleiten:<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Im Anhang einer Email als PDF<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Als Download auf der Webseite<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Per \u00dcbertragung durch ein Fax.<\/p>\n<p>Dies bietet deinem Unternehmen hohe Einsparungen. Dennoch gibt es einige Punkte zu beachten. Das Einverst\u00e4ndnis des Empf\u00e4ngers ist bei der elektronischen \u00dcbermittlung als Pflicht anzusehen. Dies kann durch eine Regelung in den Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen, eine Zustimmungserkl\u00e4rung im Vorfeld oder im Nachhinein erfolgen. Andernfalls kann die Zustimmung auch im m\u00fcndlichen Gespr\u00e4chsverlauf entgegengenommen werden.<\/p>\n<p>Bevor die Rechnung geschrieben wird, solltest du folgendes wissen:<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Rechnungen an Unternehmen m\u00fcssen innerhalb von sechs Monaten nach der Erbringung der Leistung gestellt werden<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Eine Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren ist vorhergesehen<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Sofern der Leistungsempf\u00e4nger eine Gutschrift ausstellt, musst du keine gesonderte Rechnung schreiben<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Deine Bankverbindung sollte auf der Rechnung vorzufinden sein, ebenso wie ein Zahlungsziel<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Um Probleme mit dem Finanzamt zu vermeiden, kannst du dein Rechnungsmuster beim Steuerberater pr\u00fcfen lassen<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Rechnungen erfordern keine Unterschrift<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Wird die Regelung f\u00fcr Kleinunternehmer in Anspruch genommen, darfst du keine Umsatzsteuer ausweisen, wenn du die Rechnung schreibst<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Die Kleinstbetragsrechnung f\u00fcr Beitr\u00e4ge unter 150\u20ac erm\u00f6glicht eine Abweichung von den Pflichtangaben auf der Rechnung<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Ebenfalls gibt es zahlreiche Rechnungsprogramme, die dir bei der Erstellung der Rechnung mit Vorlagen, Mustern und Beispielen behilflich sind<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Rechnungsvorlage<\/b><\/h2>\n<p>Wenn du das nun geregelt hast, kannst du mit der Erstellung der Rechnung beginnen. Dabei kannst du dich an Rechnungsvorlagen orientieren. In diesen finden sich alle wichtigen Angaben wieder. Du kannst deine Rechnung individuell daran anpassen. Wie du die Pflichtbestandteile einer Rechnung platzieren kannst und ein Layout aussehen kann, zeigt folgende Infografik:<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1728 size-full\" src=\"https:\/\/timebuzzer.com\/wp-content\/uploads\/rechnung_beschriftung.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"849\" \/><\/p>\n<p>In der Rechnungsvorlage sind somit folgende Komponenten als Wichtig anzusehen:<\/p>\n<ol>\n<li><b>Rechnungsersteller<\/b>: Firmenname, Adresse des leistenden Unternehmens<\/li>\n<li><b>Rechnungsempf\u00e4nger<\/b>: Firmenname, Adresse des Rechnungsempf\u00e4ngers<\/li>\n<li><b>Steuernummer\/ USt.-Id.Nummer<\/b>: Steuernummer oder USt.-Id.Nummer des leistenden Unternehmens. Die USt.-Id.Nummer brauchst du f\u00fcr Lieferungen ins EU Ausland \u2013 Bei Kleinunternehmen nur Steuernummer relevant<\/li>\n<li><b>Angabe Rechnung<\/b>: Es muss klar sein, dass es sich um eine Rechnung\/Gutschrift handelt<\/li>\n<li><b>Rechnungsdatum<\/b>: Datum, wann die Rechnung ausgestellt ist<\/li>\n<li><b>Rechnungsnummer<\/b>: Wichtig ist eine fortlaufende Rechnungsnummer<\/li>\n<li><b>Leistungsdatum<\/b>: Datum\/Zeitraum der Leistungserstellung<\/li>\n<li><b>Rechnungsposition<\/b>: Art der Ware\/Leistung; Menge; Einzelpreis netto; Umsatzsteuer pro Rechnungsposition ausgewiesen als Mehrwertsteuer (MwSt.); Gesamtpreis netto<\/li>\n<li><b>Rechnungsbetrag netto<\/b>: Rechnungssumme, auf den die MwSt. aufgeschlagen wird \u2013 bei Kleinunternehmen nicht zu ber\u00fccksichtigen<\/li>\n<li><b>Summe MwSt.<\/b>: Mehrwertsteuersumme(n), ausgewiesen pro Umsatzsteuersatz (19%, 7%, etc.) \u2013 bei Kleinunternehmen nicht zu ber\u00fccksichtigen<\/li>\n<li><b>Brutto\u2013\/Zahlbetrag<\/b>: Netto\u2013Rechnungssumme + MwSt. Diesen Betrag muss der Kunde zahlen. \u2013 Bei Kleinunternehmen nur Gesamtrechnungsbetrag relevant, ohne MwSt.<\/li>\n<li><b>Zahlungsfrist:<\/b> Zahlungsfrist, bis wann die Rechnung bezahlt sein muss. Wenn Skonto vereinbart wurde, muss hier der Hinweis auf die Skontofrist stehen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Rechnungsprogramm<\/b><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Rechnungsvorlage kann aus einem Rechnungsprogramm entnommen werden. Das Programm bietet dir eine vielf\u00e4ltige Auswahl an Vorlagen. Eine gute Rechnungssoftware macht es dir leichter, dich zurecht zu finden. Durch den automatisierten Vorgang musst du fast nichts mehr machen \u2013 au\u00dfer das Design auszuw\u00e4hlen und deine Rechnung zu versenden. Die Software denkt mit. Mach dir keine Sorgen um doppelt vergebene Rechnungsnummern oder einen falsch berechneten Umsatzsteuersatz. Das Programm merkt sich die Daten deiner Kunden. Die Software stellt somit sicher, dass du Fehler bei der Rechnungsstellung vermeidest und Pflichtangaben einer ordnungsgem\u00e4\u00dfen Rechnung dargelegt werden. Und das Beste: Dir wird eine professionell wirkende Rechnung zur Verf\u00fcgung gestellt, ohne, dass du besonders viel daf\u00fcr tust.<\/p>\n<p>Wenn du den Kauf einer Rechnungssoftware planst und dadurch den Prozess der Rechnungsstellung optimieren m\u00f6chtest, solltest du folglich aufpassen. Es gibt einige Punkte bei der Anschaffung zu beachten.<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Pass die Software deiner Unternehmensgr\u00f6\u00dfe an: Extrem funktionsreiche Systeme k\u00f6nnen gerade zu Beginn zu einem erheblichen Mehraufwand f\u00fchren.<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Pass die Software deiner Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit an: Dein System sollte den Funktionsumfang bieten, den du tats\u00e4chlich nutzt. Tools, die vorhanden sind aber nicht genutzt werden, weisen komplizierte Vorg\u00e4nge auf.<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Schnittstellen zu Vor\u2013 und nachgelagerten Systemen: Wenn gro\u00dfe Mengen verarbeiten werden m\u00fcssen, wird eine automatische Anbindung an nachgelagerte Buchhaltungssysteme empfohlen. Die notwendigen Schnittstellen sollten vorhanden sein.<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Intuitive Benutzerf\u00fchrung: Die Software soll dir Arbeit abnehmen und Zeit sparen.<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Erweiterungsf\u00e4higkeit: Dein Ziel ist es zu wachsen \u2013 dabei sollten sich die Anforderungen an die Rechnungssoftware daran anpassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Datenschutz: Du verarbeitest mit dem Programm Kundendaten. Aufgrund dessen solltest du gro\u00dfen Wert auf den Datenschutz des Anbieters legen.<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Backup und Recovery: Viele wichtige Informationen werden verarbeitet. Wichtig ist, stetig die Daten sicherzustellen und jederzeit wiederherstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 Preis-\/Leistungsverh\u00e4ltnis: Setze dich mit den Kosten verschiedener Anbieter auseinander. Der Umfang an Tools die f\u00fcr dich relevant sind, sollte f\u00fcr den Preis gew\u00e4hrleistet sein<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Rechnung als Kleinunternehmer <\/b><\/h2>\n<p>F\u00fcr Kleinunternehmer und Gr\u00fcnder, die geringe Ums\u00e4tze erzielen, sind andere Bestimmungen vorhergesehen. Nach der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmerregelung z\u00e4hlst du als Kleinunternehmer, wenn dein Umsatz (inkl. Umsatzsteuer)<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 im Vorjahr nicht gr\u00f6\u00dfer als 17.500 \u20ac war,<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0 im laufenden Jahr voraussichtlich 50.000 \u20ac nicht \u00fcbersteigen wird.<\/p>\n<p>Falls kein Umsatz aus dem Vorjahr vorliegt, wird der Umsatz des laufenden Jahres gesch\u00e4tzt und im Betriebser\u00f6ffnungsbogen vom Finanzamt erfasst.<\/p>\n<p>Sofern diese Grenze nicht \u00fcberschritten wird, bist du von den Umsatzsteuerbefreit. Das bedeutet: Du f\u00fchrst keine Umsatzsteuer an das Finanzamt ab. Du schl\u00e4gst keine Umsatzsteuer auf deine Rechnungen auf. Und an Dritte gezahlte Umsatzsteuer kannst du nicht abziehen (Vorsteuer).<\/p>\n<p>Du bist dazu verpflichtet, Rechnungen auszustellen. Dabei ist es besonders wichtig, dass du die Kunden auf allen Rechnungen darauf hinweist, dass du Kleinunternehmer bist. Demnach werden Nachfragen und Irritationen vorgebeugt, welche die Zahlung verz\u00f6gert. Eine Steuernummer muss jedenfalls auf der Rechnung erw\u00e4hnt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Unternehmen oder Selbstst\u00e4ndiger ist es eine Pflicht nach erbrachter Leistung oder Verkauf des Produkts eine Rechnung zu erstellen. Die \u00dcbermittlung der Rechnung kann in Papierform oder auf elektronischem Wege erfolgen. 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